Afrikanische Schweinpest "Ein Wurstbrot reicht aus, um die Seuche einzuschleppen“!

Die Kreiszeitung Böblinger Bote hat auf unsere Pressemitteilung zur Afrikanischen Schweinepest reagiert, Kreisjägermeister Claus Kissel interviewt und Anfang der Woche ihre Leser informiert.

Notwendige Maßnahmen angesichts der ASP

Mit einem Bericht aus der KRZ BB vom 17. Nov. 2017 als PDF und Facebook Link:

In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Diese spielen in Mitteleuropa keine Rolle. Hier erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome. ASP ist keine Zoonose, also zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionskrankheit, und daher für den Menschen ungefährlich. 

  Maßnahmenkatalog: Optionen für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen im Seuchenfal.   Was ist zu tun, wenn verendetes Schwarzwild gefunden wird?

1. Der Fund von verendetem Schwarzwild ist unverzüglich der zuständigen Behörde (Veterinäramt) anzuzeigen. Dies sollte im Regelfall durch einen Anruf erfolgen. Die Markierung der Fundstelle erleichtert das weitere Vorgehen. Ggf. Foto der Fundstelle und des Tierkörpers (ggf. über die Tierfund-App bzw. das Tierfund-Kataster 2. Fallwild ist zu beproben

Die Proben sind der veterinärmedizinischen Landes-Untersuchungseinrichtung zur Schweinepestdiagnostik zuzuleiten. Optimale Proben gut erhaltener Tierkörper sind Blut (Schweiß)-und Organproben (insbesondere Milz, Lunge und Lymphknoten). Alternativ können Blut-bzw. Gewebetupfer verwendet werden (sieheMerkblatt;Biosicherheitsmaßnahmen wie Einmal-Handschuhe beachten). Diese können in vorhandenen Öffnungen im Tierkörper mit Blut bzw. blutigen Flüssigkeiten getränkt werden. Notfalls ist ein Stich im Bereich des Brustkorbs (Kammer) anzubringen und der Tupfer im Stichkanal mit Körperflüssigkeit und Gewebe zu tränken (danach Messer desinfizieren oder Einwegskalpelle verwenden). Für stark verweste oder skelettierte Tierkörper eignen sich als Probenmaterial größere Knochen (Oberschenkel, Oberarm oder Rippe). Die Probennahme erfolgt durch den Jagdausübungsberechtigten (Tupferproben) bzw. die zuständige Behörde.

ASP-Früherkennung: Was ist zu tun, wenn verendetes Schwarzwild gefunden wird?

3. Im Falle eines positiven Befundes sind der Kadaver bzw. die Reste davon (v.a. Knochen) aus dem Revier zu entfernen, da diese über lange Zeiträume ein Virusreservoir und somit eine Infektionsquelle für gesunde Wildschweine darstellen. Um die Fundstelle herum ist zeitnah eine konzertierte Fallwildsuche durchzuführen.

aus DJV Berichterstattung.

Hier ein paar informative Merkblätter des Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zun ansehen und downloaden und für Bewegungsjagden der KJV Böblingen.

1      Bericht aus der KRZ Böblingen-Interview mit KJM C.Kissel über ASP

         Bericht auf Facebook lesen    einfach anklicken

2.    ASP Maßnahmen       zum ansehen oder downloaden

3.    Aufruf des LJV           zum ansehen oder downloaden

4.    zum Mutterschutz bei Schwarzwild und Rehwild                  zum ansehen oder downloaden      

        und

5.    Information-Freigabe für Bewegungsjagden       

       Empfehlung für die Jagdausübungsberechtigen der

        KJV Böblingen bezüglich Abschussfreigabe  bei Drückjagden

 

   Wichtige Mitteilungen

   zum ansehen oder downloaden

Erstellt am 01.10.2017
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