Der Doppelkopfkeiler – komplexe Technik macht’s möglich

Seit Oktober läuft er nun – der Doppelkopfkeiler. Dahinter verbirgt sich eine komplizierte Technik.

Erstellt am 11.11.2020

Seit Oktober läuft er nun – der Doppelkopfkeiler. Unsere Keileranlage, die ursprünglich eine Sportscheibenanlage aus den 1960er Jahren war, wurde zu Beginn der 1990er Jahre auf den laufenden Keiler umgebaut. Als Scheibe konnte bisher nur die gängige Keilerscheibe (DJV-Scheibe Nr.5 - Flüchtiger Überläufer links) beschossen werden. Im Sommer wurde dann der Umbau auf weitere Scheiben vollzogen. Neben der bisher eingesetzten Scheibe sind nun auch weitere Varianten wie z. B. ein Rothirsch (DJV-Scheibe Nr.9) oder der Doppel(kopf)keiler, der von rechts nach links laufend beschossen wird (DJV-Scheibe Nr.8 - Doppelkopfkeiler). Das Trefferanzeigesystem ist nun in der Lage, Schüsse in beide Richtungen den etwas versetzten Scheiben zuzuordnen. Eine weitere Neuerung ist die berührungslose automatische Trefferauswertung mit akustischer Sensorik für akkurate Treffererkennung. Es werden hier keine Referenzmaterialien mehr benötigt, die verschleißen und laufend ersetzt werden müssen. Die Schießergebnisse werden direkt auf dem Monitor angezeigt und entsprechend summiert. Eine weitere Neuerung ist der Antrieb bzw. die Schiene, in die der Keiler läuft. Eine oben an der Decke befindliche Vierkant-Schienenanlage mit industrieller Technik aus dem Automobilbau kommt hier zum Einsatz – damit lagert sich deutlich weniger Sand ab und die Anlage läuft viel präziser und zuverlässiger. Zudem wurde ein neuer, auf 1/10 Sekunden genau einstellbarer, frequenzgesteuerter Antriebsmotor eingebaut. Dieser ermöglicht die Laufzeit exakt nach den Vorgaben von Schießwettkämpfen oder der Jägerprüfung einzustellen. Damit ist unsere Anlage, vermutlich im weiten Umkreis, auf dem neuesten Stand.

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