Jagdausübung in Zeiten von Corona und den geltenden Ausgangsbeschränkungen

Viele Jäger sind verunsichert, welche Auswirkungen die beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte angesichts des Corona-Virus auf die Jagdausübung hat. Der LJV hat hierzu heute eine Mitteilung verfasst.

Erstellt am 23.03.2020

Die von Bund und Länder am 22.3.2020 erweiterten Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beinhalten Folgendes:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  4. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

 

Bei den Regelungen zum Betreten des öffentlichen Raums handelt es sich nicht um eine allgemeine Ausganssperre, weil bestimmte Aktivitäten nach wie vor erlaubt sind. Deshalb werden auch keine Passierscheine benötigt.

Die Ausübung der Jagd in Form der Einzeljagd ist nach wie vor unverändert zulässig:

  • Wollen mehrere Jäger im Revier gemeinsam ansitzen, empfehlen wir, dass alle einzeln anfahren und sich ansonsten telefonisch über WhatsApp oder Mail verständigen. Gemeinsames Aufbrechen oder der gemütliche Ausklang des Gruppenansitzes in der Jagdhütte ist derzeit leider nicht möglich.
  • Zulässig ist die Beschickung von Salzlecken und Kirrungen, das Anlegen von Blühflächen und Wildäckern, die Wahrnehmung von Wildschutzaufgaben, Revierarbeiten wie Hochsitzreparatur, Freischneiden von Schneisen u.a., die Ausbildung von Hunden, das An-und Einschießen von Jagdwaffen, Bergen von schwerem Wild, Wildschadensprävention, Wildschadensbehebung im Grünland und Nachsuchen, soweit die unter 3. oben genannte Vorschrift eingehalten wird.
  • Die Anlieferung von Wild an Metzgereien ist ebenso möglich wie die Direktvermarktung (Abstandsregelung beachten!).
  • Bei Wildunfällen empfehlen wir, nur tätig zu werden, wenn Jägerinnen und Jäger von der Polizei dazu aufgefordert werden.
  • Bei der Begutachtung von Wildschäden durch einen Schätzer können Landwirt und Jäger nicht gleichzeitig anwesend sein. Entweder verständigen sich die Parteien auf eine Beteiligung am Ortstermin oder der Schätzer begutachtet den Schaden jeweils getrennt mit Landwirt und Jäger.

Sollten weitere Fragen im Zusammenhang mit den Beschränkungen und der Jagd bei Ihnen auftauchen, können Sie sich gerne an direkt an den LJV wenden, am besten per Mail unter info(at)landesjagdverband.de.

Erstellt am 23.03.2020
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