„Lernort Natur-Mobil“ – Kita Schickhardtstraße Gärtringen

Im Rahmen unserer Wald-Natur-Erlebniswoche besuchte uns Bastian Holzner von der Jägervereinigung Kreis Böblingen e.V. an der Grillhütte im Wald zwischen Gärtringen und Deckenpfronn.

„Was darf man im Wald nicht machen?“

Erstellt am 26.06.2017

Im Rahmen unserer Wald-Natur-Erlebniswoche besuchte uns Bastian Holzner von der Jägervereinigung Kreis Böblingen e.V. an der Grillhütte im Wald zwischen Gärtringen und Deckenpfronn.

Zu Beginn stellte sich jedes Kind vor und überlegte sich ein Tier mit dem Anfangsbuchstaben seines Namens. Von Anfang an waren alle Kinder mit Eifer dabei und halfen sich gegenseitig.                                                                             

„Jetzt machen wir den Kinder-Jagdschein“,

so Bastian Holzner und forderte die Kinder auf die Augen zuzumachen und zu lauschen, denn Tiere hört man nur, wenn es im Wald leise ist. So hörten wir Vogelgezwitscher aus allen Richtungen, ein Rascheln im Gras, ein Flugzeug über uns, das Atmen des Nachbarn und das Bellen des Jägerhundes. Der Jäger unterbrach die Stille mit dem Laut eines Hirsches. Leider gibt es den Hirsch – unser Landeswappentier – nicht im Gärtringer Wald. Früher gab es einen alten Jahrhundert-Wildwechsel-Pfad zwischen Calw, Gärtringen und dem Schönbuch. Heute leben die Hirsche in unserer Umgebung in fünf umzäunten Gebieten.                                                                                               

„Was darf man im Wald nicht machen?“ so die Frage an die Kinder. Müll wegwerfen, denn die Tiere verschlucken sich daran; Feuer machen auf Wiese und Wegen; laut sein und Tiere erschrecken; Tiere erschießen, das darf nur der Jäger, wenn der Bestand verringert werden muss; auf dem Weg bleiben, man könnte sich verirren ….. die Kinder hatten viele Ideen.

Fuchs, Dachs, Rehbock und Frischling standen präpariert um uns herum. Wiesel, Marder, Sperber und Waldohreule durften wir ebenfalls sehen und sogar streicheln. Wir erfuhren interessantes über die Nahrung und den Lebensraum unserer heimischen Tiere. Felle von Fuchs, Wildschwein und Rehbock, das Gebiss eines Wildschweines und das abgestreifte Gehörn eines Rehbocks lagen für uns zum Anschauen und anfassen bereit. Mit Sorgfalt und Respekt untersuchten die Kinder all diese Dinge. Sie durften selbst in Interaktion treten und das Gelernte in Form von Spielen verinnerlichen.                                                                                               

So sind wir um viele wertvolle Informationen reicher und kennen jetzt den Unterschied von Geweih und Gehörn, wissen welches Tier ein Räuber ist, ordnen Rüde-Fähe-Welpen den Füchsen zu, wissen was Tiere tun, wenn sie äsen, was ein Hochzeitskleid bei Tieren ist und was es bedeutet, wenn sich Tiere im Winter eine Jacke anziehen.

Herzlichen Dank an Bastian Holzner, der uns die Natur hautnah erleben lies und uns unter fachkundiger Anleitung auf eine Entdeckungsreise in die heimische Tierwelt mitnahm.

 

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Erstellt am 26.06.2017
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