Mit einem Mongolen auf Ansitzjagd – SWR-Dreh

Für die SWR-Sendung „Brezel, Bratwurscht, Bier – Ausländer und die schwäbische Küche" gab es am 16. Oktober einen Dreh im Ehninger Revier bei Kreisjägermeister Claus Kissel. Zusammen mit dem Jäger Günter Wirth nahm die beiden den Mongolen Munkhbat Tsogtjargal – dessen Wunsch es war einmal auf der Rehwildjagd dabei zu sein – mit auf den Ansitz.

Erstellt am 28.10.2019

Ein Mongole auf Jagd im Ehninger Wald – Öffentlichkeitsarbeit der besonderen Art

Ein weiteren wichtigen Beitrag, das positive Ansehen der Jägerschaft in der Öffentlichkeit zu fördern, leisteten Kreisjägermeister Claus Kissel und sein Mitjäger Günter Wirth am 16. Oktober. Denn am späten Nachmittag hieß es Licht aus, Kamera an. Gemeinsam mit dem vom SWR beauftragten Filmteam um Almut Röhrl ging es ins Revier nach Ehningen. Mit dabei war ein ganz besonderer Gast – der aus der Mongolei stammende Munkhbat Tsogtjargal. Neben einem informativen Erfahrungsaustausch über jagdliches Brauchtum in Deutschland stand die schwäbische Küche, besser gesagt die Wildküche, auf dem Programm. Munkhbat's Wunsch war es, einmal bei der Jagd auf ein Reh dabei zu sein und es dann zuzubereiten. Als Kind hat er in der Mongolei seinen Onkel auf die Jagd begleitet, den unverfälschten Genuss von Wildfleisch hat er in deutschen Supermärkten bislang vergeblich gesucht und auch vermisst. Für ihn muss beim Fleischerwerb ersichtich sein, woher es kommt und wie es verarbeitet wurde.

Zwar kam es beim gemeinsamen Ansitzen nicht zum erhofften Jagderfolg, denn es ließ sich außer ein paar Vögeln kein einziges Wildtier an diesem Tag blicken. Dennoch gab es für alle Protagonisten ein Happy End. Im Haehrhäusle wurden feine Wildgerichte serviert und so kam Munkhbat Tsogtjargal doch noch zu seinem Rehrücken auf dem Teller. Begleitet von Günters Jagdhorn, lernte der mittlerweile in Stuttgart lebende Mongole nicht nur viel Neues über die Jagd in Deutschland, sondern auch typische Sprüche und Jagdlieder kennen. Auch über die Ethik und den Anspruch eines waidgerechten Jagens tauschten sich die drei vor der Kamera aus. Ein gelungener und informativer Tag, an dem die Menschen aus zwei so unterschiedliche Kulturen viel voneinander erfahren durften.

Der erste Teil des Dokumentarfilms „Brezel, Bratwurscht, Bier – Ausländer und die schwäbische Küche“ ist bereits vom SWR ausgestrahlt worden. Sobald der Sendetermin des zweiten Teils mit Munkhbat Tsogtjargal und den Jägern aus der Jägervereinigung Böblingen feststeht, teilen wir es auf Facebook mit.

Erstellt am 28.10.2019
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