Fiepen, bis der Bock kommt

Berichte und Presseveröffentlichungen zu den Jägerinnen und Jägern im Kreis Böblingen und der Kreisjägervereinigung Böblingen e.V.

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Artikel aus der SZ/BZ vom 29.08.2023

Bei der Blattjagd imitiert der ehemalige Magstadter Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz die Laute der Rehgeiß und ihrer Kitze, um den Rehbock anzulocken.

DARMSHEIM. Treffpunkt um 5 Uhr morgens. Dann geht es mit Dr. Hans-Ulrich Merz, dem Stellvertretenden Kreisjägermeister bei der Jägervereinigung Böblingen, in den Darmsheimer Wald in das Revier von Peter Kramer, Chef vom Sindelfinger Erikson Hotel. Die Aufgabe lautet: Blattjagd auf den Rehbock.

Als Blattzeit, ein Begriff aus der Jägersprache, wird ein Abschnitt der Paarungszeit des Rehwildes bezeichnet. In diesem Zeitraum kann die Lockjagd auf den Rehbock, das sogenannte „Blatten“, erfolgreich ausgeübt werden. Blatten ist das Imitieren der Laute des weiblichen Rehwildes, um den liebestollen Rehbock anzulocken. Die Paarungszeit, also die Brunft des Rehwilds, beginnt Mitte Juli und dauert bis etwa Mitte August.

Auf dem Weg in den Wald liegt das Gewehr entladen und verschlossen auf der Rückbank des Autos, die Munition wird extra gelagert. Die Waffe dürfe weder zugriffs- noch einsatzbereit im Wagen liegen, sagt der ehemalige Magstadter Bürgermeister. Mit dabei ist Dackel Axel – falls ein Bock erlegt wird, kommt er gegebenenfalls bei der Nachsuche zum Einsatz. Das Auto wird am Feldrand geparkt, nach ein paar Schritten heißt es: Ruhe und nur noch leise flüstern, um kein Wild zu verscheuchen. Am ersten Hochsitz angekommen, rüttelt Hans-Ulrich Merz zunächst an der Leiter. „Bevor es auf den Hochsitz geht, sollte man immer überprüfen, ob alles stabil und sicher ist.“

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